TRANSFORMATIONSJAHR 2020 – WAS NEHME ICH MIT UND WAS LASSE ICH LOS?

Ich habe mich mit mehreren Freunden über meine persönlichen Rituale zum Jahreswechsel hin unterhalten und da 2020 so ein intensives, transformierendes und interessantes Jahr war, dachte ich mir: Warum eigentlich nicht? Mache ich doch direkt mal einen letzten Blogpost für das Jahr 2020 daraus.

An dieser Stelle: Ich kann mir überhaupt nicht mehr vorstellen, dass ich dieses Jahr noch angestellt war. 2020 war so ein ereignisreiches Jahr – privat, aber auch kollektiv betrachtet. Es hat uns so vieles gelernt und es hat uns so vieles genommen. Auf unterschiedlichster Art und Weise. Allerdings werde ich in diesem Artikel nicht näher auf das kollektive „Awakening“ eingehen, bzw. was die Buschbrände, die Aufstände, Covid, Trump und der Amazonas damit zu tun haben – denn darüber habe ich bereits einen 4-teiligen Blogartikel geschrieben und es gibt viele tolle Artikel, Podcasts und Beiträge von Autoren, Wissenschaftlern und spirituellen Lehrern, die sich die Zeit genommen haben, das genauer zu analysieren und zu teilen.

Aber ich möchte doch noch sagen, dass spirituell und energetisch betrachtet, kollektiv sehr viel passiert ist. Vor allem auch in uns Menschen. Es fühlt sich für mich so an, dass die Schichten immer dünner werden, wir sehen uns selbst klarer und sind mehr mit unserer Intuition verbunden. Wir hinterfragen mehr und glauben nicht alles, was die Gesellschaft oder die Medien uns erzählen. Wir fühlen mehr, werden uns unseren unbewussten „Triggern“ bewusst und lernen mehr denn je über die Kraft der eigenen Gedanken. Es holen uns aber auch unterschiedliche, vergangene Erfahrungen ein, die geheilt werden wollen und die Schattenseiten kommen zum Vorschein.

Warum ist das so? Wir sind auf dem Weg zu unserer wahren Essenz zurückzufinden, die wir seit vielen Jahren verloren haben. Unsere Welt wird nämlich überwiegend vom Ego-Bewusstsein gesteuert. Bedeutet: Wir haben einen Haufen von Egos, die anderen Egos sagen, wie sie ihr Leben leben sollen oder nicht. Das ist es, was eine massive Spaltung zwischen den Menschen geschaffen hat. Wir haben unser wahres Miteinander vergessen und sind jetzt auf dem Weg das eigene Ego zu transzendieren und mehr und mehr unser wahres Selbst sprechen zu lassen. Mit Liebe und Mitgefühl. Das geht aber nur, wenn wir uns unseren tiefsten Ängsten und Sorgen stellen und anfangen unsere Wunden zu heilen. Und ja, wir alle haben sie.

Heute ist zudem auch noch der letzte Vollmond im Krebs (ich bin vom Sternzeichen Krebs), deshalb bin ich gerade richtig in meinen Feelings und liebe es mit dir meine Gedanken über das Jahr 2020 zu teilen.

Ich persönlich habe mir folgende Fragen gestellt:

Was habe ich in 2020 gelernt? Was habe ich in 2020 erreicht? Was möchte ich in 2020 zurücklassen? Was möchte ich in 2021 erreichen? Wie und wer möchte ich sein? Wen möchte ich auf meiner Reise mit dabeihaben und wen aber auch nicht? Was gibt mir Kraft? Was gibt mir keine Kraft? Und vor allem: Was sagt mein Herz?

Anfang des Jahres habe ich mir dieselben Fragen aufgeschrieben und zudem einen 5-Jahresplan gebastelt. Ich habe diesen 5-Jahresplan in langfristige und kurzfristige Ziele unterteilt und mir aufgeschrieben, was Freiheit, Liebe, Wohlstand und Glück eigentlich für mich bedeuten. Zudem habe ich mir die Frage gestellt, was wirklich wichtig für mich im Leben ist aber vor allem habe ich mir aufgeschrieben, für was ich alles in meinem Leben dankbar bin.

Außerdem habe ich in meinem Schlafzimmer ein Moodboard hängen, was mich jeden Tag daran erinnert. Auf diesem Moodboard findest du die unterschiedlichsten Themen, in Form von Bildern, die ich mir entweder von Instagram oder Pinterest zusammengestellt oder von Zeitschriften ausgeschnitten habe. Als Ideenstütze ein kleiner Einblick von meinen Themen: Wo möchte ich gerne leben? Wie möchte ich leben? Wen möchte ich um mich haben? Wo sehe ich mich beruflich? Wo sehe ich mich privat? Wie möchte ich geliebt werden?

Manifestation ist so kraftvoll, da du direkt mit dem Universum im Kontakt bist. Gleichzeitig schreibe ich mir alles auch bis ins kleinste Detail auf, weil ich dadurch noch klarer werde. Das Universum gibt dir nämlich das, wonach du fragst. Fragst du nach einem ungefähren-mir-eigentlich-egal-ähnlichen-Plan, dann bekommst du das auch.
So wie es nämlich die physikalischen Gesetze gibt (zum Beispiel das Gesetz der Schwerkraft), gibt es auch Gesetze, die uns mental und emotional beeinflussen und einen Effekt auf unser Leben haben: die 7 geistigen Gesetze des Universums.

Ein Gesetz davon ist das Gesetz der Schwingung und das Gesetz der Anziehung. Um im Einklang mit diesem Gesetz zu handeln, nimm die innere Haltung ein, dass das, was du möchtest, schon längst da ist. So schwingst du auf dieser Frequenz von Fülle, statt Mangel.

Alles in diesem Universum ist Energie und in ständiger Bewegung. Energie bewegt sich immer auf einer bestimmten Frequenz bzw. Schwingung. Fühlst du Angst, Wut oder Scham, befindest du dich in einer niedrigeren Schwingung. Sobald du Liebe, Freude und Dankbarkeit empfindest, wirst du eine höhere Schwingung wahrnehmen können. Du kannst den Unterschied durch die Leichtigkeit oder die Schwere wahrnehmen, die du je nach Gefühlszustand spürst. Ein persönliches Training von mir ist, dass wenn ich Eifersucht, Angst oder Wut verspüre, kurz innehalte und versuche wie ein Beobachter zu agieren. Ich versuche bewusst aus meinen Gedanken auszutreten und stelle mir die Frage, warum ich gerade so fühle, wie ich fühle. Diese Übung hilft mir im Hier und Jetzt zu bleiben und gleichzeitig nicht in eine niedrigere Schwingung zu rutschen.

Dasselbe gilt natürlich auch für Personen oder toxische Beziehungen. Was wir hier nämlich – auf der Erde und im zwischenmenschlichen Umgang – tun, ist: Spiegeln. Wenn du dich also fragst, wieso du ständig an Männer oder Frauen gerätst, die nicht ehrlich und aufrichtig sind – stell dir die Frage, wo du nicht ehrlich und aufrichtig dir gegenüber und in deinem Leben bist. Wenn du ständig an Männer oder Frauen gerätst, die keine tiefere, emotionale Bindung eingehen können, stell dir die Frage, wo DU dich vielleicht noch nicht ganz mit dir selbst auseinandergesetzt hast. Wenn es dir schwerfällt zu vertrauen und du schnell eifersüchtig wirst, stell dir die Frage, warum du dir selbst nicht vertrauen kannst? Wo fehlt etwas in deinem Leben? Wer hat dir dieses Vertrauen genommen? Was kannst du tun, damit du dieses Vertrauen zurückerobern kannst?

„PEOPLE CAN ONLY  MEET YOU AS DEEPLY AS THEY HAVE MET THEMSELVES.”

Deshalb ist es so wichtig, dass du erkennst, dass du nicht an deiner Vergangenheit oder Erwartungen festhalten kannst. Alles ist in ständiger Bewegung und somit auch in konstanter Veränderung. Wir verschwenden aber (meistens unbewusst) unsere Energie damit, an vergangenem festzuhalten, anstatt es einfach loszulassen. Klar, es ist einfacher gesagt als getan aber dafür gibt es mittlerweile sehr gute und hilfreiche Methoden (Energieheilung, Meditationen, Atemübungen…), um mehr in seine eigene Mitte zu kommen und um das Leben erst lebenswert zu machen. Wenn du das aber für dich erkannt hast, jeden Tag an dir und deiner Entwicklung arbeitest – dann kann am Ende nur etwas Wunderbares dabei rauskommen. Es geht gesetzlich nämlich gar nicht anders! 🙂

Unsere Aufgabe hier unten ist es uns freizumachen. Frei von den ganzen Schichten. Frei von überholten Glaubenssätzen, Meinungen, Ratschlägen und Ängsten, die uns klein halten.

Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr auch mit meditieren angefangen, denn der sogenannte „Monkey mind“, wie es aus dem Buddhismus heißt, kommt endlich mal zur Ruhe. Du hast die Möglichkeit tief in dein Inneres zu gehen und zu hören, was dein Bauchgefühl dir sagt. Dein wahres Ich, ohne die Stimme von deinem Ego. Es geht zudem nicht darum, dass das Ego „schlecht“ oder „gut“ ist. Es ist ein Konstrukt aus Gedanken, die darauf programmiert sind, auf eine bestimmte Art und Weise zu sein. Es klammert sich an alles, durch das es sich „sicher“ fühlt. Es ignoriert alles, was ihm ein unangenehmes Gefühl gibt. Das Ego will bestätigt werden und die Kontrolle haben und dies gilt es zu durchbrechen.

2020 hat mich gelehrt, dass ich keine Angst vor dem Unbekannten haben muss. Ich habe Anfang des Jahres den Job gekündigt, ohne bereits einen neuen Job in Ausblick zu haben. Aus dem einfachen Grund, weil meine innere Stimme gesagt hat: NEIN. Daraufhin bin ich für ein paar Monate, zwei Tage vor dem ersten Lockdown, nach Bali, obwohl mir fast jeder davon abgeraten hat. Ich musste es aber machen, weil ich diesen inneren Drang verspürt habe – und im Endeffekt war es einer der besten Entscheidungen meines Lebens. Weiß ich, was die Zukunft bringt? Nein. Kommen doch hin und wieder Sorgen und Ängste hoch? Ja. Aber die bleiben nur für ein paar Minuten und nicht mehr wie früher, über Wochen, denn – ich habe Vertrauen in mich, in meine Mission und ins Leben und das reicht mir endlich aus.

2020 hat mich außerdem gelehrt, wie wichtig das eigene Selbstwertgefühl ist und woher die fehlende Selbstliebe überhaupt kommt und wie diese sich äußerst. Auch wenn man sich eigentlich denkt, dass man sich gut und liebevoll behandelt und auf sich selbst achtet (in Form von Sport, Ernährung, Kosmetikbesuchen etc.), wie sehr liebst du dich aber wirklich selbst? Wie setzt du bewusst deine Grenzen? Wie äußerst du deine Wahrheit? Warum ist dir die Bestätigung und Anerkennung von außen wichtig? Aus welchem Grund fällt es dir schwer „Nein“ zu sagen und es ständig allen Freunden/Bekannten recht machen zu wollen? Das sind Fragen, mit denen ich mich stundenlang, wochenlang, monatelang auseinandergesetzt habe und auch immer wieder bei Bedarf in Erinnerung rufe. Suche dir den Weg zu den Menschen, die dir Energie schenken und meide Menschen, die dich immer wieder zurückwerfen und Energie rauben. Du hast ein Recht dazu, du selbst zu sein. Du hast ein Recht darauf, zufrieden und glücklich auf dieser Welt zu sein!

2020 hat mich vor allem gelehrt, geduldig zu sein. Geduldig mit mir und meiner inneren Heilung aber auch geduldig im Hinblick auf die nächsten Schritte. Alles kommt so wie es kommen soll, wenn du dich nicht einmischst. Das heißt nicht, dass du in deinem Zimmer sitzt und alles so kommt, wie du es dir erträumst – natürlich musst du vorher auch etwas dafür tun und die, in deiner Macht stehenden, nötigen Schritte vorher einleiten. Außerdem: Weg vom Perfektionismus. Geduldig zu sein heißt auch, dass man liebevoll mit sich selbst umgeht und sich nicht abschrecken lässt, wenn der ein oder andere z. B. einen besseren oder professionelleren Podcast aufgenommen hat. Learning by doing! Fokussiere dich auf dich und deine ganz persönliche Weiterentwicklung.

2020 hat mich auch gelehrt loszulassen. Loszulassen von alten, toxischen Verhaltensmustern, von bestimmten Menschen und von Erwartungen, die ich mir selbst und anderen Menschen gegenüber hatte. Höre außerdem auf gewisse Dinge zu erzwingen. Vertraue ins Leben. Wenn etwas oder eine bestimmte Person in deinem Leben sein soll, dann wird sie es auch sein. Vielleicht ist es einfach nur nicht der richtige Zeitpunkt. Ich habe auch verstanden, dass sich jeder auf seiner eigenen Reise, in seinem ganz eigenen Tempo befindet. Nur weil du die Lösung für das „Problem“ hast, bedeutet es noch lange nicht, dass derjenige es auch hören möchte. Ganz im Gegenteil: Es ist nicht deine Aufgabe, jemanden etwas aufzuzwingen. Niemand möchte „repariert“ werden. Das ist der Wunsch des Egos, eine andere Person zu kontrollieren, damit sie in deine Vorstellung passt, wie es sein sollte. Alles, was du allerdings tun kannst ist, an dir selbst zu arbeiten. Das bedeutet nicht, dass du Negativität oder Missbrauch von anderen Menschen tolerieren musst. Setze deine gesunden Grenzen und spreche deine Wahrheit. Bleib bei dir! Dieser Satz von meiner Mutter ist dieses Jahr gefühlt sooft gefallen, wie das Wort “Corona”.

Offen sein. 2020 hat mir noch mehr die Tür zu meiner inneren Heilung geöffnet. Ich habe mich das erste Mal mit Ayahuasca und Kambo auseinandergesetzt und so viel über die Medizin, das Universum und mich (uns) erfahren, dass ich seitdem eine unendliche Dankbarkeit verspüre. Tolerant anderen Meinungen gegenüber zu sein und auch Toleranz den Menschen gegenüber zu verspüren, die deine Reise nicht ganz nachvollziehen können. Keiner steckt in den Schuhen des Anderen. Vergiss das nie.

2020, ich danke dir für dieses transformierende Jahr. Vor allem danke ich dir dafür, dass ich meine Berufung umgesetzt und die dementsprechende Klarheit in meinem Leben gefunden habe. Meine Intension ist es, so vielen Menschen, wie möglich zu helfen, ihre inneren Blockaden zu lösen und zu heilen, damit sie freier und erfüllter Leben können. Wir alle haben es verdient. Wir alle haben es verdient zu lieben und geliebt zu werden und wir alle haben es verdient in Fülle zu leben. Jetzt ist es an der Zeit alle Blockaden und Wunden zu erkennen, genau anzugucken, zu heilen und daraus zu transformieren. Denn du wirst erst dann ein erfülltes und authentisches Leben führen können, wenn du dich deiner inneren Schatten stellst.

Welche Wörter nehme ich mit in 2021? Vertrauen, Intuition und (Selbst)Liebe.
Welche Wörter lasse ich in 2020? Angst, Perfektionismus, Überdenken

Die eigene Persönlichkeit zu entfalten, ist eine Lebensaufgabe. Deshalb überstürze nichts und sei liebevoll im Umgang mit dir.
Ich wünsche dir ein wundervolles, erfüllendes und heilendes Jahr 2021!