PERSPEKTIVEN-WECHSEL TEIL 1/4 – ATMUNG

Früher haben wir nicht nur geglaubt, dass die Erde eine Scheibe ist, sondern auch, dass sie der Mittelpunkt unseres Universums ist – und sich die Sonne um sie dreht. Heute wissen wir: Nicht wir, sondern die Sonne ist das Zentrum, um das wir uns bewegen. Viel zu oft hält uns unsere Arroganz davon ab, die Wahrheit zu sehen, obwohl sie direkt vor uns liegt. Sobald die Wahrheiten aber erstmal aufgedeckt sind, sind sie leicht zu verstehen.

Die Frage ist aber, ob wir sie manchmal überhaupt aufdecken wollen, oder ob wir uns durch bewusstes oder auch unbewusstes Wegschauen von ihnen ablenken möchten. Wir verwechseln gerne das Nicht-Vorliegen von Beweisen mit Beweisen für das Nichtvorliegen. Wie sagt man aber so schön? Nichts kann man wirklich beweisen. Nur widerlegen. So können wir jahrelang an etwas geglaubt haben, was aber vielleicht gar nicht der Wahrheit entspricht. Deshalb glaube nicht alles, was du liest oder hörst! Denke für dich selbst und gib deine Macht nicht an jemand anderen ab. Wir sind ständig am Lernen, deshalb ist es wichtig, im Denken flexibel zu bleiben – und vor allem: Angst nicht unser Urteilsvermögen vernebeln zu lassen, sodass wir nicht mehr für uns selbst denken und entscheiden können.

Oft stellen wir nämlich fest, dass wir in unserem bisherigen Leben immer nur aus einem einzigen Fenster geblickt haben. Vielleicht das Fenster, durch das auch unsere Eltern, unsere Großeltern, unsere Urgroßeltern blickten. Wenn wir aber bereit sind, unseren Blickwinkel auf mehrere Fenster auszuweiten, sehen wir mehr und mehr von dem Gesamtbild.

Ich bin der festen Überzeugung, dass unser Körper ständig zu uns spricht. Jeder Schmerz, jedes Symptom, jedes kleine Wehwehchen – egal ob Bauchschmerzen, Schmerzen in den Beinen, den Händen oder ausgelöst durch eine Allergie oder einen Tumor – ist eine wichtige Nachricht, die er uns in seiner ganz eigenen Sprache übermittelt. Er versucht uns auf diesem Weg zu sagen: „Hör mir zu, Hör mir doch endlich einfach mal zu!“, und uns dadurch zum Nachdenken und Handeln bewegen. Aber solange wir nicht zuhören, wird der Schmerz, das Leiden, immer größer und größer und der eigentliche Ursprung wird irgendwann – durch das Einnehmen von Medikamenten – nicht mehr gefunden und behandelt. Er rückt somit in den Hintergrund und das Leiden, die Symptome der Krankheit, in den Vordergrund.

Jeder Bereich des Körpers übermittelt nämlich eine unterschiedliche Botschaft. Wer schon mal von Louise Hay, Alice Stedman, Wayne Dyer oder Eckhart Tolle gehört hat, der weiß, dass das keine neue Erkenntnis oder Wissenschaft ist. Krankheiten sind nämlich nie körperlichen, sondern seelischen Ursprungs und entstehen meist dann, wenn ein Mensch sich nicht auf dem für ihn vorgesehenen Weg befindet. Wir sind geistige Wesen, die in physischen Körper wohnen. Daher kann das, was wir physisch fühlen, eine Manifestation dessen sein, was in unserem Geist vor sich geht. Krankheit ist nichts anderes als der Verlust der inneren Harmonie und des Vertrauens zu uns selbst. Wir als Menschen konzentrieren uns aber lieber auf den Schmerz, um ihn medikamentös zu behandeln, als auf die Suche nach dem Ursprung in uns selbst zu gehen. Was will mir der Schmerz sagen? Was versucht mein Körper mir zu sagen? Warum machen wir uns krank? Wieso hören wir nicht hin? Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass wir uns alle selbst heilen können. Was der Körper kreieren kann, kann er auch wieder „unkreieren.“ Aber so tief möchte ich erstmal gar nicht gehen, der Gedanke dient aber als Basis für das, auf was ich gerne hinausmöchte.

Ein wichtiges Anliegen noch kurz vorab: Es ist unbeschreiblich schlimm und tragisch, dass so viele Menschen auf dieser Welt sterben und ich möchte dies keineswegs ignorieren. Diese Zeilen sollen lediglich als Inspiration dienen, unsere Gedanken in eine andere, positivere Richtung zu lenken und somit etwas Wertvolles zu erschaffen. Und auch als Inspiration dazu, das eigene Glaubenssystem in Frage zu stellen und sich somit einen Perspektivenwechsel zu erlauben. Abschied vom Normdenken zu nehmen und sich vielleicht auch mal auf ein fremdes, unbekanntes Terrain einzulassen und offen für etwas Neues zu sein.

Unser höheres Selbst – du kannst es auch gerne dein Überbewusstsein, dein Bauchgefühl, das Universum oder deinen sechsten Sinn nennen – kommuniziert daher ständig mit uns, um uns zu helfen, auf dem Weg zu bleiben, den wir für unser Wachstum gewählt haben. Eine der einfachsten Wege, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen, ist Schmerz – und deshalb nutzen wir ihn. Wenn wir lernen, direkt mit diesen Teilen zu kommunizieren, brauchen wir die physischen Botschaften nicht mehr. Wenn wir aus dieser Perspektive uns das Coronavirus mal genauer anschauen, ist es interessant zu sehen, welcher Teil des Körpers von ihm befallen ist: Es ist die Lunge. Unser Atemraum. Unser Lebensatem – unser sogenannter „breath of life“.

Was bedeutet das aber jetzt genau – und vor allem für uns?